Iwájú Review

Mit Iwájú erscheint am 3. April auf Disney Plus eine neue Original Limited Series von Walt Disney Animation Studios. Dieses Mal in einen gänzlich neuen Setting. Nämlich einem futuristischen Lagos in Nigeria. Wie Iwájú als neue Disney Original Serie einen frischen Wind bringt, erfahrt ihr in meiner kleinen Review.

Update: Iwájú erscheint am 10. April auf Disney Plus.

Trailer

Ungerechtigkeit im futuristischen Nigeria

Mit Iwájú probiert sich Walt Disney Animation nicht nur an einem eher weniger vertrauten Setting aus. Das Studio überlässt einen Großteil der kreative Schaffung einem Team aus Nigeria, die ihre eigene Geschichte mit der Disney Magie verheiraten wollen. Dabei werden Themen wie gesellschaftliche Ungerechtigkeit und damit die verbundenen sozialen Hintergründer der Protagonisten Tola und Kole beleuchtet. Tola ist die Tochter des Technischen Leiters Tunde Martin des Tech-Unternehmens Greenwood. Entsprechend wächst Tola in privilegierten Verhältnissen. Jedoch respektiert und behandelt Tola jeden Menschen um ihr herum gleich, unabhängig von deren Herkunft. So versteht sie sich sehr gut mit Kole. Einem Jungen, der für Tolas Familie die täglichen Hausarbeiten erledigt. Kole ist ein aufrichtiger Junge, der aus sehr einfachen Verhältnissen kommt und das Potenzial hat Arzt zu werden.

Iwájú versucht über sechsen Folgen hinweg eine Geschichte zu erzählen, die neben den Charakterhintergründen vor allem mit ihrer Welt eines futuristischen Lagos zu überzeugen. So werden Zuschauer von der hoch technisierte Lebensweise sich unterhalten fühlen ohne, dass kulturell wertvolle Dinge aus Lagos zu kurz kommen, die man im Detail innerhalb der Welt finden kann.

Obwohl die Animationsserie einer jungen Zuschauerschaft sich wendet, werden auch (wie bereits erwähnt) gesellschaftliche Punkte aufgegriffen. Jedoch nie in einer Tiefe bei der auch eine echte Konversation entsteht. Oft werden diese mit relativ wenigen Zeilen an Dialogen schnell abgehandelt bzw. durch Action-Szenen gelöst, bei der das „leichte“ Spektakel im Vordergrund steht. Auch wenn sich die Serie einer junge Zielgruppe widmet, merkt man der Serien mit seinen insgesamt sechs Folgen an, mit jeweils einer Spiellänge zwischen 17 bis 24 Minuten, dass durchaus mehr narrativer Inhalt der Serie gut getan hätte, um eine bessere Identifikation bzw. Verbindung mit den Charakteren herzustellen.

Fazit

Iwájú ist in dem was es zeigt und was es erzählt als Walt Disney Animation Original Limited-Serie erfrischend. Das kreative Team hinter dieser Serie versteht es, die für die Schöpfer wichtigen kulturellen Aspekte mit der vertrauten Disney Animationsmagie zu verheiraten, sodass Zuschauer global einen einfachen Zugang zu einer futuristischen Welt und den Menschen von Lagos Nigeria haben. Auch wenn es der Serie etwas an charakterlichen Hintergründen und Unterfütterung mangelt, werden Kinder durch die Welt und der Entwicklung von Otin unterhalten sein.